Mein Yogaweg
Warum ich heute Yoga so praktiziere, wie ich es praktiziere.
Mein persönlicher Weg von meiner ersten Yogastunde, über meine Ausbildung zur Yogalehrerin bis hin zur Weiterentwicklung meiner eigenen Yogapraxis.
ICH HABE MICH SCHON IMMER GERNE BEWEGT.
Ich habe viel getanzt. Jazzdance, Ballett, Standardtanz.
Der Fokus lag hier auf Ästhetik und Perfektion. Das Bein sollte noch ein bisschen höher kommen oder die Dehnung etwas tiefer.
Neben dem Tanzen habe ich auch regelmäßig Pilates praktiziert, bin ins Gym gegangen und habe verschiedene Fitnesskurse besucht.
Auch hier ging es um Optimierung:
Möglichst schlank und sportlich aussehen.
Noch mehr Wiederholungen schaffen.
Höhere Gewichte stemmen.
WAS ICH FRÜHER VON YOGA GEDACHT HABE
Wenn ich gefragt wurde, ob ich zum Yoga gehen möchte, habe ich gesagt:
„Räucherstäbchen und bisschen Dehnen sind nichts für mich. Ich muss richtig Sport machen.“
Damals wusste ich nicht, was Yoga bedeutet, wie Yoga mich begleiten kann und dass ich 15 Jahre später selbst Yogalehrerin sein werde.
MEIN ERSTER KONTAKT MIT YOGA
In meiner ersten Schwangerschaft habe ich ein nettes Yoga-Studio entdeckt, das Yoga für Schwangere angeboten hat.
Hier hat meine erste regelmäßige Yoga-Praxis begonnen.
Ich habe die Zeit im Kurs sehr genossen.
Durch die achtsamen Bewegungen sowie die Meditations- und Gedankenreisen habe ich mich wieder stärker mit mir und meinem Körper verbunden. Einem Körper, der in dieser Zeit etwas ganz Besonderes vollbracht hat.
Das war ein erster sehr schöner Berührungspunkt zum Yoga.
MEINE ERSTE REGELMÄSSIGE YOGAPRAXIS: VINYASA-YOGa
Nach der Schwangerschaft habe ich auch wieder gerne Workouts und Pilates gemacht. Und gleichzeitig bin immer wieder zum Yoga zurückgekommen.
In dieser Zeit habe ich hauptsächlich kraftvollere Yogastile wie Vinyasa Flow und Ashtanga Yoga ausprobiert.
Schnell habe dann ich gemerkt , dass bei mir wieder der Leistungsgedanke hochgekommen ist.
Ich habe gemerkt: „Nein, das bin ich nicht. Das bin ich nicht mehr.“
Ich möchte nicht mehr über meinen Körper ärgern, weil er bestimmte Bewegungen nicht kann.

DER WENDEPUNKT: MEINE YOGALEHRER-AUSBILDUNG

Durch diese Erfahrung wollte ich tiefer ins Yoga einsteigen und die Praxis für mich besser verstehen. So bin ich dann zu meiner Yogalehrer-Ausbildung gekommen.
Es war eher Zufall, dass ich mich für die Svastha-Ausbildung entschieden habe. (Ich habe davor noch nie von Svastha-Yoga gehört, aber Zeit und Ort haben gestimmt. 😉 )
Als Apothekerin ich hat mich auf jeden Fall der therapeutische und gesundheitsorientierte Ansatz von Svastha-Yoga sehr interessiert.
Die Ausbildung hat mir die Augen geöffnet und gezeigt, was Yoga neben schönen Bewegungen auf der Matte bedeuten kann.
Wir sind in die Philosophie des Yoga eingetaucht.
Wir haben sehr intensiv in unseren Körper hineingespürt:
Was braucht unser Körper in diesem Moment?
Was tut mir jetzt gut?
Wie kann ich meinen Körper unterstützen?
Wir haben unsere Routinen und eigene Muster angeschaut.
Was sind meine Muster? Welche Bewegungsmuster, Handlungsmuster, Gedankenmuster oder Atemmuster habe ich?
Kann ich vielleicht sogar Muster verändern, weil sie mir nicht guttun?
In diesen Monaten habe ich gespürt, wie weit Yoga über die Praxis auf der Matte hinausgeht.
Anschließend habe ich dann direkt meine Yoga-Therapie-Ausbildung gestartet. Und bin so nochmal tiefer in gesunde Bewegungsabläufe, die Anatomie und Physiologie unseres Körpers eingestiegen. Ich habe gelernt, wie ich die Yogapraxis so gestalten kann, dass sie sich dem Menschen anpasst.
Meine eigene Praxis ist durch die Ausbildung langsamer, fokussierter und achtsamer geworden.
ACHTSAME YOGAPRAXIS, BEI DER MIT ETWAS GEFEHLT HAT
So habe ich dann auch eine Zeit lang Yoga praktiziert.
Ich habe sehr viel in mein System reingespürt.
Ich war achtsam mit meinem Körper und meinem Verhalten.
Diese Praxis ist ein so so wichtiges Fundament für den Körper, Alltägliches und den Geist.
Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mir auf körperlicher Ebene etwas fehlt.
Ich merkte, dass diese sanfte Asana-Praxis meinen Körper einfach nicht stärkt, so wie ich das jetzt brauche.
MEINE YOGAPRAXIS, DIE SICH MIR ANPASST UND NICHT UMGEKEHRT

Mit dem Wissen und den Erfahrungen, die ich in all den Jahren gesammelt habe, übe ich in meine Asanas nun so, dass sie meinen Körper stärken:
Ich führe die Asanas langsamer aus.
Ich halte Asanas in ihrem Sweet Spot. Es darf richtig anstehend werden.
Ich habe die Asanas mit Gewichten und Widerständen verändert.
Und so übe ich jetzt eine achtsame und gleichzeitig kräftigende Yoga-Praxis, die mich als Frau Mitte 30 stärkt und mir und meinem Körper so mehr Sicherheit gibt.
Dieser Weg hat meine Yogapraxis grundlegend verändert.
In den nächsten Beiträgen möchte ich genauer darauf eingehen, wie eine achtsame und gleichzeitig kräftigende Yogapraxis aussehen kann. Besonders für Frauen, deren Körper sich im Laufe der Jahre verändert.
Liebe Laura, danke für den Einblick. Das Kräftigende fehlt mir aktuell auch, ich bin noch am Suchen meines Weges hier. Wie bei dir bin ich im Yoga mehr im Weichen, Sanften und in der Langsamkeit mehr angekommen. Liebe Grüße Katrin
Liebe Katrin,
Dann bist du hier genau richtig.
In den nächsten Wochen werde ich ganz viele Impulse zum Thema Kraft und Yoga teilen.
Bleib also gerne hier.
Liebe Grüße
Laura